40 Jahre
 
 



 
 
 
 
 
 

Das ultimative Jubiläum: Vor 40 Jahren - am 25. Mai 1977 - lief zum ersten Mal der "KRIEG DER STERNE" in den Lichtspielhäusern der Vereinigten Staaten von Amerika an (in den deutschen Kinos erst am 9. Februar 1978)!
 
Aus diesem besonderen Anlass präsentieren wir euch auf den nun folgenden Seiten noch einmal den Film (Bild für Bild) in der Photoroman-Fassung. Mit Hilfe modernster Computerprogramme haben wir die einzelnen Bilder digitalisiert und noch einmal mit zusätzlichen Spezialeffekten versehen, außerdem haben wir gelegentlich den Text in den Sprechblasen korrigiert, wenn dieser zu sehr von der intendierten Originalaussage abwich bzw. gar nicht von der entsprechenden Person gesprochen wurde. Nicht geändert hingegen wurden diverse Sätze dieser Photoroman-Fassung, welche gar nicht im Film vorkommen. Wir betrachten diese Abweichungen in den meisten Fällen nicht als Fehler sondern als Ergänzung (das war eben nicht zu sehen, fand aber trotzdem statt). An manchen Stellen haben wir zusätzliche Szenen eingefügt, da in dem Original-Photoroman einer bekannten deutschen Fernsehzeitschrift wichtige Passagen einfach fehlten!

 

Man muss sich fragen, inwieweit dieses Unterfangen Sinn haben soll in einer Zeit, in der jeder zweite Mensch den Film in zwei verschiedenen Videofassungen (klassisch und modern) und außerdem noch einer dritten noch moderneren DVD-Fassung zu Hause hat.
 

Doch sind diese nun folgenden Seiten für alle diejenigen gedacht, die sich gerne noch einmal an die Zeit erinnern wollen, in denen es keine andere Möglichkeit gab, sich den Film noch einmal anzusehen. Es sollten noch viele Jahre vergehen, bevor die Anschaffung eines Video-Gerätes technisch realistisch bzw. erschwinglich wurde (und man sich für ein System entschieden hatte. Video 2000 war ja eigentlich besser gewesen, trotz der klobigen Geräte, doch man musste dann nach ein paar Jahren noch einmal umschwenken auf VHS).
 

Bevor es aber soweit war, nahmen viele von uns diesen Film in der Tat im Kino mit dem Cassettenrecorder auf, so konnten wir ihn uns wenigstens zu Hause anhören und gleichzeitig dazu den Photoroman oder den Comic ansehen. Viele von uns hatten natürlich die Musik auf Schallplatte, einige sogar die viel kürzere EUROPA-Fassung des Soundtracks vom London Philharmonic Orchestra (Dirigent war ein gewisser Colin Frechter, der die Musik meistens viel zu langsam dirigiert und vier der insgesamt sieben Stücke gekürzt hatte!). Leider kamen die Musikstücke auch auf dem Originalsoundtrack nicht in derselben Reihenfolge, in der sie im Film zu hören waren, bei einigen Musikstücken gab es sogar die Segues, so dass man von einer späteren Szene zu einer früheren sprang (angeblich sollte diese andere Anordnung der Stücke auf der Schallplatte den sinfonischen Charakter des gesamten Soundtracks betonen). In der Tat hatte John Williams mit seiner Filmmusik damals Neuland betreten. Sein Soundtrack ist wahrhaftig eine Sinfonie (wenn auch manches zu offensichtlich nach Stravinsky, Berlioz oder Holst klingt, wie wir inzwischen herausfanden).


Eine andere deutsche Fernsehzeitschrift hatte den Roman zum Film (natürlich stark gekürzt) in sieben Teilen abgedruckt, zwar geriet der Schluss dann viel kürzer als der Anfang, aber dafür war sehr schönes Bildmaterial mit dabei. Damals war das alles noch sehr selten, und wir sammelten jeden Schnipsel, den wir kriegen konnten! Einige dieser Bilddokumente werden wir den folgenden Seiten hinzufügen, ebenso wie zusätzliches Material zu "KRIEG DER STERNE" aus dem sehr schönen Magazin 2001, das später Nova 2001 hieß und leider sehr schnell eingestellt wurde, sowie aus dem nach einigen Ausgaben sehr anspruchsvoll werdenden Perry-Rhodan-Magazin, welches in seiner ersten Ausgabe 1978 ein schönes doppelseitiges Poster von Ce-Dreipeo druckte, doch dann in den frühen Achtzigern ebenfalls eingestellt wurde.

Die Comicfassungen weichen visuell und inhaltlich stark vom Film ab, z.B. ist der TODESSTERN viel zu klein (zugegebenermaßen auf dem Entwurf des wunderbaren Ralph McQuarrie basierend), und offensichtlich hatten die Zeichner keine Bildvorlage für Tante Beru, aber über solche Fehler lernten wir hinwegzusehen! Trotzdem werden wir an einzelnen Stellen als Bonusmaterial einzelne Szenen aus dem Comic hinzufügen, da sie eine einzigartige und notwendige Ergänzung der Handlung darstellen.
 

Im Übrigen waren wir (ich und die drei oder vier anderen Buben in der kleinen Stadt, denen dieses Zeug gefiel) noch ziemlich allein auf weiter Flur und mussten uns in der Tat ständig so manches anhören ("naja, sowas muss es wohl auch geben" - "a su a Gschmarri"), man wurde als Science-Fiction-Fan geradezu diskriminiert. Es war schwer, anderen zu vermitteln, welch atemberaubendes Abenteuer wir zwischen den Sternen erlebten, und wir versenkten uns in jedem Augenblick mit solcher Hingabe und Intensität, dass dieses Epos tatsächlich tagelang anzudauern schien ... Wie schnell hingegen sind heute die nicht einmal zwei kurzen Stunden des Films vorbei! Heutzutage ist Science Fiction (oder auch pure "Space Fantasy" wie "KRIEG DER STERNE") ein fast schon zu normaler Teil von Fernseh- und Kinounterhaltung geworden, es fehlt einem geradezu der Kitzel des Außergewöhnlichen und der Sense of Wonder jener Tage, vor langer Zeit, als wir tatsächlich in unserer Phantasie durch eine ferne Galaxis reisten ...


 

In diese Zeiten vor 40 Jahren wollen wir nun zurückkehren. Kramt noch einmal eure alten EUROPA-Platten heraus oder legt noch einmal die Cassetten ein (oder lasst nur den Ton vom Video über die Stereo-Anlage laufen), und verschwendet eure Zeit auf die schönste Art und Weise!

 
Es gibt nur eine Art, das 40-jährige Jubiläum vom "KRIEG DER STERNE" zu feiern!
Lest ihn noch einmal!

 
 

Viel Spaß dabei wünscht euch euer
 

Daniel E. Aldridge
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