33 Jahre
 
 



   
 
 
 
 

Ein neues Jubiläum: Vor über 33 Jahren - am 9. Dezember 1983 - lief zum ersten Mal "DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER" in den deutschen Kinos an.

Dieser Film war für viele eine Enttäuschung, für viele andere war er der krönende Abschluss der "mittleren" Trilogie. Regisseur Richard Marquand erzählt die Geschichte auf eine andere Art als seine beiden Vorhänger Kershner und Lucas, geradliniger und scheinbar mit weniger Tiefgang der Charaktere, doch dafür mit einem unauffälligen Subtext des Morbiden. In dem fulminanten Action-Spektakel wurden viele der Fragen, die im zweiten Teil aufgeworfen waren, nun zu sehr am Rande der Ereignisse und ohne die notwendigen Konsequenzen abgearbeitet, so zum Beispiel Luke Skywalkers Rückkehr nach Dagobah oder auch die Frage nach der "anderen Hoffnung", die auf recht unwahrscheinliche Art und Weise gelöst wurde. Auch die vormals romantische und spannungsgeladene Beziehung zwischen Han Solo und der Prinzessin Leia verkümmerte in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" zu einem geradezu kinderfilmartigen Geplänkel. Wie es heißt, war Schauspieler Harrison Ford sehr unzufrieden mit der Entwicklung seiner Figur Han Solo gewesen, als er das Drehbuch gelesen hatte...

Auffällig war darüber hinaus, dass bereits dieser dritte Star-Wars-Film mehrere Elemente aus "Episode Vier" wiederverwendete. Es wirkte zumindest unoriginell, dass erneut ein TODESSTERN zerstört werden musste - und ebenso fiel es auf, dass der Komponist der Filmmusik, John Williams, an mehreren entscheidenden Stellen kein neues Material sondern bereits für den ersten Teil verwendete Filmmusik wieder verwertete. Die Langspielplatte mit dem Soundtrack war im Übrigen auch kein Doppel-Album mehr.

 
Ein besonderes Lob muss Ian McDiarmid ausgesprochen werden, dessen Spiel und vor allem dessen Stimme (zumindest im englischen Original) der Figur des Imperators eine nahezu unheimliche Authentizität verlieh. Der Imperator, der in diesem Film zum ersten Mal in persona auf der Bildfläche erscheint, sollte auch in den drei Prequel-Filmen von McDiarmid gespielt werden, was einen entscheidenden Beitrag darstellt für die Verknüpfung der zwei unterschiedlichen Trilogien.

Die Ewoks, jene teddybärartigen Lebewesen vom Waldmond Endor, sind ein weiterer schwieriger Punkt. Sie mögen sicherlich ihren entscheidenden Beitrag zur eigentlichen Moral der Geschichte leisten, dennoch war es für viele Fans der klassischen "Space Opera" schon durchaus eine Zumutung, sich plötzlich mit beinahe kitschigen Figuren auseinandersetzen zu müssen, die eher in einen Walt-Disney-Film gepasst hätten ("little did we suspect what would happen in 2015...").

Die beiden Hauptfiguren des Films stehen diesmal besonders eminent im Vordergrund; daneben verblassen alle anderen Charaktere. Der epische Konflikt zwischen Luke Skywalker und Darth Vader gewinnt das tragische Pathos wie auch die scheinbare Erhabenheit einer Oper von Richard Wagner. Das dramatische Ende tritt jedoch mit einer gewissen Vorhersehbarkeit ein - was nicht zuletzt dem Deutschen Fernsehprogramm zu verdanken ist, das in einer Vorschau in einem Kino-Magazin just die dramatische Schluss-Szene zeigte, die man eigentlich lieber nicht gekannt hätte, bevor man sich den Film im Kino ansah!


Die uns schon von den beiden Vorgängerphotoromanen her bekannte deutsche Fernsehzeitschrift druckte den (nun folgenden) Photoroman Seite für Seite ab, diesmal allerdings in einer stark gekürzten Version von insgesamt nur 35 Wochen. Nicht nur, dass viele Szenen höchst fragmentarisch oder gelegentlich Ereignisse lediglich durch Erzähltexte statt aufeinanderfolgender Bilder wiedergegeben wurden, auch passten die Texte in den Sprechblasen sehr oft nicht zur abgebildeten Szene oder Person. Die folgende Spezialedition rekonstruiert hingegen den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse, daher erscheinen die Bilder teilweise nicht in der Reihenfolge des Original-Photoromans !




(Beispiel der Bild- und Textkorrektur)






(weitere Probleme bei der Rekonstruktion der ursprünglichen Dramaturgie brachten die völlig überflüssigen Verfremdungseffekte,
Diskontinuitäten, Zeitraffungen und willkürliche Erzählperspektivenwechsel, siehe obige Abbildung einer
Original-Sequenz)



Die Comicfassung weicht - wie auch schon beim KRIEG DER STERNE und bei DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK - visuell und inhaltlich stark vom Film ab, z.B. wird das Schicksal von Meister Yoda, dem Jedi-Meister, nur äußerst indirekt angedeutet, und offensichtlich verwechselten die Zeichner das Lazarettschiff der Rebellen-Allianz mit dem Kampfkreuzer "Liberty", aber über solche Diskrepanzen lernten wir hinwegzusehen! Trotzdem werden wir an einzelnen Stellen als Bonusmaterial einzelne Szenen aus dem Comic hinzufügen, da sie auch bei diesem Film eine einzigartige Ergänzung der Handlung darstellen. Weitere Zeitdokumente wie der Roman zum Film von James Kahn (diesmal ein literarisch anspruchsvolleres Werk als die Vorgängerromane), oder das Sammelklebebilder-Album und das Original-Portfolio mit den visuellen Entwürfen des genialen Ralph McQuarrie werden ebenfalls als Sekundärmaterialien Verwendung finden.

         


 

In diese aufregenden Zeiten vor 33 Jahren wollen wir nun zurückkehren. Kramt noch einmal eure alten Cassetten heraus, mit denen ihr den Film damals im Kino aufgenommen habt, oder lasst nur den Ton vom alten Videoband über die Stereo-Anlage laufen, und verschwendet eure Zeit auf die schönste Art und Weise (bei den gelegentlichen Anmerkungen muss man das Band wohl anhalten) !

Es gibt nur eine Art, das 33-jährige Jubiläum von "DIE RÜCKKEHR DER JEDI-RITTER" zu feiern!
Lest den Film noch einmal!
 
 
 

Viel Spaß dabei wünscht euch euer
 

Daniel E. Aldridge
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